Dietrich Bonhoeffer 1906 - 1945

evangelischer Theologe

beteiligt am Widerstand gegen Hitler

Kurzbiographie von Dietrich Bonhoeffer

1906: Dietrich Bonhoeffer wird am 4. Feb. 1906 in Breslau geboren. Er ist das sechste von 8 Kindern.

Die Geschwister um 1908

1923: Nach dem Abitur beginnt er in Tübingen und Berlin mit dem Studium der Theologie. Bereits mit 21 Jahren schreibt er seine Doktorarbeit.

Dietrich Bonhoeffer als Student, 1923

1928: Nach dem Studium der Theologie in Tübingen wird er nach dem ersten theologischen Examen Vikar in der Auslandsgemeinde von Barcelona aufgenommen.

1931: Bonhoeffer wird Privatdozent für Theologie an der Universität in Berlin.

1933: Bereits 1933 gilt er als entschiedener Gegner der Nationalsozialisten. Er tritt für die Pflicht der Christen zum Widerstand gegen staatliche Unrechtshandlungen ein. Im April 1933 stellt er sich als erster Theologe gegen den Boykott jüdischer Geschäfte. Er übernimmt das Pfarramt der deutschen evangelischen Gemeinden in London, wo er intensive ökumenische Kontakte knüpft.

1935: Bonhoeffer schließt sich der Gemeinschaft der „Bekennenden Kirche“ an, der protestantischen Widerstandsbewegung.

1936: Bonhoeffer wird mit 30 Jahren die Lehrbefugnis an der Universität entzogen.

1938: Er wird in die Planungen des Attentats auf Adolf Hitler eingeweiht. Er erhält ein Aufenthaltsverbot für Berlin.

1940: Vom Widerstandskreis der Spionageabwehr getarnt und mit Reisepapieren versorgt, benutzt Bonhoeffer seine internationalen kirchlichen Kontakte, um im Ausland politische Unterstützung für den Widerstand in Deutschland zu suchen.

1943: Dietrich wird am 5. April 1943 verhaftet und bleibt ohne Gerichtsverfahren im Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis in Berlin-Tegel inhaftiert. Hier entstehen die Briefe und Texte für das Buch „Widerstand und Ergebung“.

Im Hof des Wehrmachtsuntersuchungsgefängnisses Berlin-Tegel mit gefangenen italienischen Offizieren, Frühsommer 1944

1945: Ein SS-Standgericht verurteilt ihn wegen Hoch- und Landesverrates zum Tode durch den Strang. Am 9. April 1945 wird er im KZ Flossenbürg durch die SS ermordet.

Seine letzten Worte: „Das ist das Ende, für mich der Beginn des Lebens.“




Konzentrationslager Flossenbürg, Verwaltungs- und Häftlingsbereich

 

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